Ergebnis
Ergebnis mit 1.000,00 € neuem Geld
Ziel ohne Verkauf nicht genau erreichbar
Mit 1.000,00 € neuem Geld lässt sich die Zielgewichtung ohne Verkauf nicht genau erreichen. Dafür wären mindestens 4.000,00 € neues Geld nötig, also 3.000,00 € mehr.
Variante 1 verteilt die 1.000,00 € ohne Verkauf so, dass die verbleibenden Abweichungen möglichst klein werden; Variante 2 erreicht die Zielgewichtung mit Käufen und Verkäufen.
- Aktueller Depotwert
- 10.000,00 €Summe der eingetragenen Positionen
- Depotwert danach
- 11.000,00 €mit 1.000,00 € neuem Geld, vor Kosten und bei unveränderten Kursen
- Größte Abweichung vom Ziel
- 20,00 → 13,64Prozentpunkte: heute → nach Variante 1 (nur Käufe)
- Nötiges neues Geld ohne Verkauf
- 4.000,00 €damit Käufe allein die Zielgewichtung erreichen
- Gewicht heute
- nach Variante 1 (nur Käufe)
- Zielgewicht, zugleich Ergebnis von Variante 2
Ausgangslage
| Position | Aktueller Wert | Gewicht heute | Zielgewicht | Abweichung vom Ziel in Prozentpunkten |
|---|---|---|---|---|
| ETF Aktien | 7.000,00 € | 70,00 % | 50,00 % | +20,00 |
| ETF Anleihen | 3.000,00 € | 30,00 % | 50,00 % | −20,00 |
| Summe | 10.000,00 € |
Variante 1: nur mit Käufen
Die 1.000,00 € fließen ohne Verkauf in die Positionen, die gemessen am Depotwert danach am stärksten unter ihrem Ziel liegen: zuerst in die mit der größten Untergewichtung, bis sie zur nächsten aufgeschlossen hat, dann in beide gleichmäßig und so weiter. Damit wird die größte verbleibende Untergewichtung so klein wie möglich. Übergewichtete Positionen bleiben unverändert; ihr Anteil sinkt nur, weil das Depot insgesamt wächst.
| Position | Kauf | Wert danach | Gewicht danach | Abweichung vom Ziel in Prozentpunkten |
|---|---|---|---|---|
| ETF Aktien | kein Kauf | 7.000,00 € | 63,64 % | +13,64 |
| ETF Anleihen | 1.000,00 € | 4.000,00 € | 36,36 % | −13,64 |
| Summe | 1.000,00 € | 11.000,00 € |
- Käufe
- 1.000,00 €
- Anzahl Orders
- 1
- Größte Abweichung danach
- 13,64 Prozentpunkte
Variante 2: mit Käufen und Verkäufen
Mit Käufen und Verkäufen erreicht jede Position ihr Zielgewicht (auf den Cent gerundet). Käufe minus Verkäufe ergeben das neue Geld: 2.500,00 € − 1.500,00 € = 1.000,00 €. Verkäufe können Kosten und bei realisierten Gewinnen Steuern auslösen; beides ist hier nicht eingerechnet.
| Position | Kauf / Verkauf | Wert danach | Gewicht danach | Abweichung vom Ziel in Prozentpunkten |
|---|---|---|---|---|
| ETF Aktien | Verkauf 1.500,00 € | 5.500,00 € | 50,00 % | 0,00 |
| ETF Anleihen | Kauf 2.500,00 € | 5.500,00 € | 50,00 % | 0,00 |
| Summe | 1.000,00 € Käufe 2.500,00 € − Verkäufe 1.500,00 € | 11.000,00 € |
- Käufe
- 2.500,00 €
- Verkäufe
- 1.500,00 €
- Anzahl Orders
- 2
- Größte Abweichung danach
- 0,00 Prozentpunkte
Planwerte vor Kosten und Steuern: Ordergebühren, Spreads und Steuern sind nicht berücksichtigt, die Kurse gelten als unverändert. Nach tatsächlichen Käufen und Verkäufen weicht die Gewichtung deshalb etwas ab. Die Beträge sind Eurobeträge, keine Stückzahlen; wie genau sie sich umsetzen lassen, hängt vom Kurs und davon ab, ob Bruchstücke handelbar sind. Gewichte und Abweichungen sind auf zwei Nachkommastellen gerundet, Eurobeträge auf den Cent genau.
Was ist Rebalancing?
Teilt man ein Depot nach festen Anteilen auf, etwa nach Anlageklassen oder Regionen, verrutscht diese Aufteilung mit der Zeit: Positionen entwickeln sich unterschiedlich, und was stärker steigt, nimmt einen größeren Anteil ein. Rebalancing heißt, das Depot wieder auf die festgelegte Zielgewichtung zurückzuführen.
Die Zielgewichte werden vom Nutzer vorgegeben. Der Rechner bewertet nicht, ob diese Aufteilung geeignet ist, und schlägt keine Aufteilung vor. Er zeigt nur, mit welchen Käufen und gegebenenfalls Verkäufen sich die eingetragene Zielgewichtung rechnerisch umsetzen lässt.
Nur mit Käufen oder mit Käufen und Verkäufen?
- Nur mit Käufen (Variante 1): Neues Geld fließt in die untergewichteten Positionen; verkauft wird nichts. Dadurch entstehen keine Verkaufskosten und keine realisierten Gewinne. Übergewichtete Positionen verlieren aber nur Anteil, weil das Depot insgesamt wächst. Genau erreicht wird das Ziel erst ab einem Mindestbetrag.
- Mindestbetrag ohne Verkauf: Die am stärksten übergewichtete Position bestimmt ihn. Das Depot muss nach dem Kauf so groß sein, dass ihr heutiger Wert genau ihrem Zielgewicht entspricht: Wert ÷ Zielgewicht. Liegt eine Position mit 7.000 € und 50 % Ziel in einem Depot von 10.000 €, muss das Depot auf 14.000 € wachsen; nötig sind also 4.000 € neues Geld, mit Orderkosten zuzüglich der Kosten der dafür nötigen Käufe. Für eine Position mit Zielgewicht 0 %, die noch im Depot ist, gibt es keinen solchen Betrag: Ihr Anteil sinkt mit jedem Kauf, wird aber nie genau 0 %.
- Mit Käufen und Verkäufen (Variante 2): Übergewichtete Positionen werden teilweise verkauft, untergewichtete aufgestockt. So wird das Ziel mit jedem Betrag an neuem Geld erreicht, auch ganz ohne. Verkäufe verursachen allerdings Ordergebühren und können Gewinne realisieren, auf die Steuern anfallen. Reicht das neue Geld für Variante 1 aus, verkauft auch Variante 2 nichts, und beide Varianten sind gleich.
So liest man das Ergebnis
- Gewicht: Anteil einer Position am gesamten Depotwert. Nach den Käufen und Verkäufen bezieht es sich auf den Depotwert danach, also einschließlich des neuen Geldes und abzüglich eingetragener Orderkosten.
- Abweichung vom Ziel in Prozentpunkten: Gewicht minus Zielgewicht. Eine Position mit 70 % statt 50 % liegt 20 Prozentpunkte über dem Ziel (übergewichtet, positives Vorzeichen), eine mit 30 % statt 50 % 20 Prozentpunkte darunter (untergewichtet, negatives Vorzeichen). Prozentpunkte sind nicht dasselbe wie Prozent: 25 % statt 20 % sind 5 Prozentpunkte über dem Ziel, aber 25 % mehr als das Ziel.
- Größte Abweichung: die größte Abweichung einer einzelnen Position, ohne Vorzeichen. Sie zeigt auf einen Blick, wie weit das Depot vor und nach einer Variante vom Ziel entfernt ist.
- Kauf, Verkauf, keine Transaktion: In Variante 2 steht vor jedem Betrag, ob die Position gekauft oder verkauft wird; „keine Transaktion“ heißt, dass sie unverändert bleibt. Variante 1 enthält nur Käufe.
- Beträge: Kauf- und Verkaufsbeträge sind Planwerte in Euro, keine Orders über bestimmte Stückzahlen. Der Rechner kennt keine Kurse und weiß nicht, ob sich Bruchstücke eines Wertpapiers handeln lassen.
Rechenweg
- Depotwert danach: Summe der aktuellen Werte plus neues Geld, abzüglich eingetragener Orderkosten. Das neue Geld wird in beiden Varianten vollständig verwendet (Ausnahmen siehe Orderkosten).
- Variante 2: Jede Position erhält den Wert Zielgewicht × Depotwert danach; die Differenz zum heutigen Wert ist der Kauf oder Verkauf. Ohne Orderkosten ergeben Käufe minus Verkäufe genau das neue Geld.
- Variante 1, wenn das Geld reicht: Ergibt Variante 2 keinen Verkauf, sind beide Varianten gleich und das Ziel wird ohne Verkauf erreicht.
- Variante 1, wenn das Geld nicht reicht: Das Geld geht zuerst an die Position, die gemessen am Depotwert danach am weitesten unter ihrem Ziel liegt, bis sie zur nächsten aufgeschlossen hat; dann an beide gleichmäßig, und so weiter, bis das Geld verteilt ist (Wasserstand-Verfahren). Die bedachten Positionen liegen danach gleich weit unter ihrem Ziel. Diese Aufteilung macht die größte verbleibende Untergewichtung so klein wie möglich; zugleich ist die Summe der quadrierten Abweichungen in Prozentpunkten unter allen Aufteilungen ohne Verkauf am kleinsten. Positionen, die bereits ausreichend gewichtet sind, erhalten nichts.
- Orderkosten: Je Order, ob Kauf oder Verkauf, fallen der feste Betrag und der Prozentsatz vom Ordervolumen an, mindestens die Mindest- und höchstens die Höchstgebühr, auf den Cent gerundet. Welche Positionen gekauft oder verkauft werden, ergibt sich aus der Rechnung ohne Kosten; sonst müsste eine Position, die schon auf ihrem Ziel liegt, allein wegen der Kosten der übrigen Orders mit einer Kleinstorder nachjustiert werden. Die Kosten werden aus dem neuen Geld und den Verkaufserlösen bezahlt, die Beträge fallen entsprechend kleiner aus: In Variante 1 wird das Geld nach Kosten nach derselben Regel verteilt, in Variante 2 rücken alle gehandelten Positionen im gleichen Verhältnis an ihr Ziel. Werden in Variante 2 alle Positionen gehandelt, ist das Ziel auch nach Kosten erreicht; sonst bleibt eine kleine Abweichung, die das Ergebnis ausweist. Reicht das Geld für die Kosten einer Order nicht, entfällt sie. Durch die Rundung auf den Cent können wenige Cent nicht angelegt bleiben; sie werden ausgewiesen.
- Rundung: Gerechnet wird auf den Cent. Kauf- und Verkaufsbeträge werden so gerundet, dass ihre Summe genau dem neuen Geld entspricht; Rundungsreste erzeugen keine Kleinstorders. Gewichte und Abweichungen sind auf zwei Nachkommastellen gerundet angezeigt.
- Summe der Zielgewichte: Sie muss 100 % ergeben. Kleine Rundungsdifferenzen bis 0,1 Prozentpunkte, etwa 3 × 33,33 %, werden anteilig auf 100 % umgerechnet; das Ergebnis weist darauf hin. Größere Abweichungen, etwa 90 % oder 110 %, lehnt der Rechner ab.
Was nicht berücksichtigt ist
- Steuern: Verkäufe können Steuern auslösen. Der Rechner kennt weder Kaufkurse und Anschaffungskosten noch Kursgewinne, einzelne Kaufzeitpunkte (Steuerlots) oder die Reihenfolge, in der Anteile als verkauft gelten (FIFO). Abgeltungsteuer, Sparer-Pauschbetrag, Verlustverrechnungstöpfe sowie Vorabpauschalen und andere bereits versteuerte Beträge sind nicht eingerechnet. Eine rechnerisch genaue Umschichtung mit Verkäufen ist deshalb nicht unbedingt die wirtschaftlich günstigere Variante, wenn Steuern anfallen.
- Weitere Kosten: Spreads, Börsenentgelte, Fremdspesen und andere Kosten, soweit sie nicht über den eingetragenen festen Betrag oder Prozentsatz näherungsweise berücksichtigt sind.
- Ausführung: Kursänderungen zwischen Berechnung und Ausführung, Teilausführungen, Mindestordergrößen, Stückzahlen und die Frage, ob Bruchstücke eines Wertpapiers handelbar sind, sowie produktspezifische Handelsregeln.
- Währungen: Alle Werte sind Eurobeträge; Wechselkurse und Kosten einer Währungsumrechnung fließen nicht ein.
- Zukunft: künftige Wertentwicklung, Sparpläne und spätere Einzahlungen. Die Rechnung ist eine Momentaufnahme der Aufteilung zum Zeitpunkt der Eingabe.
Die Ergebnisse sind Rechenbeispiele für die eingegebenen Werte, keine Anlageberatung und keine Empfehlung für eine bestimmte Aufteilung.
Wann und wie oft sich Umschichten lohnt und wie sich Steuern dabei klein halten lassen, erklärt der Ratgeber Rebalancing.